Kongo

Région
Kananga, Kasaï Occidental

Partenaire
Women’s Muakaji

Coût du projet «orphelins du sida»
105 527 euros

Coût du projet «formation»
38 400 euros

Bénéficiaires
500 enfants et jeunes

Soutenez notre projet au Congo avec votre don! Fiche du projet au format PDF

Scolarisation des orphelins du sida et formation professionnelle de jeunes défavorisés

Le Kasaï-Occidental est une des provinces du Congo (RDC) les plus touchées par le virus du sida. Ainsi, les orphelins du sida y sont très nombreux. Tous les enfants dont les parents sont morts du sida ne sont pas nécessairement atteints du virus, mais ils vivent généralement dans des situations très précaires. La plupart sont accueillis chez leurs grands-parents qui, âgés, ont du mal à subvenir aux besoins des enfants. Le nombre de jeunes sans qualification qui peinent à trouver un travail est également un grand problème.Les projets en bref :


Projet « Accompagnement d’orphelins du sida »
Les bénéficiaires de ce projet sont exclusivement des enfants dont au moins un des parents est mort du sida. 100 enfants sont scolarisés et, si nécessaire, soignés dans le cadre du projet. En tout, 220 enfants peuvent participer à des cours d’appui et 20 enfants accueillis dans un orphelinat financé par le Luxembourg bénéficient d’un encadrement éducatif adapté à leurs besoins.  

Projet « Formation professionnelle de jeunes défavorisés »
180 jeunes (60 par an) sont formés dans un des métiers suivants : mécanique, ajustage, menuiserie ou construction. Les jeunes sont accompagnés dans la recherche d’un maître de stage et ils obtiennent les outils nécessaires à leur formation. À la fin de celle-ci, ils sont aidés dans leur recherche d’emploi.

Wie sich unser Partner vor Ort, die Women's Muakaji asbl, um die Benachteiligten der Gesellschaft kümmert!

Kongo in Kürze

Die Demokratische Republik Kongo liegt im Herzen Afrikas. Das Land hat eine Fläche von 2.345.411 km und ist somit der drittgrößte Staat Afrikas. Der Kongo ist eines der rohstoffreichsten Länder Afrikas, zu den Bodenschätzen zählen Kupfer, Erdöl, Coltan und Diamanten. Die Industrie ist in erster Linie auf die Förderung und Weiterverarbeitung dieser Rohstoffe hin ausgerichtet. In den 90er Jahren brach die Wirtschaft des Landes durch den Bürgerkrieg ein. Auch wenn die Demokratische Republik Kongo zahlreiche Bodenschätze besitzt, leben die meisten Familien am Existenzminimum und die Chancen auf einen Job sind sehr schlecht. 77 % der Menschen in der Republik Kongo sind Analphabeten. 67% der 67 Millionen Einwohner sind jünger als 25 Jahre. Ort des CSI-Projektes ist Kananga, Hauptstadt der Provinz des Kasaï Occidental. In dieser Eine-Million-Einwohner-Stadt, die hauptsächlich von der informellen Wirtschaft lebt, begegnet man tausen-den Straßenkindern, die meisten davon sind Waisenkinder ohne jegliche Unterstützung.

AIDS-Waisenkinder

Am 7. Mai ist der internationale Tag der AIDS-Waisenkinder. Von den 25 Millionen Waisenkinder auf der Welt leben 15 Millionen im südlichen Afrika. Auch der Demokratischen Republik Kongo bleibt dieses Leid nicht erspart: Anderthalb Millionen kongolesische AIDS-Waisenkinder sind jünger als 15 Jahre. AIDS-Waisen sind ärmer und schlechter ernährt als ihre übrigen Altersgenossen. Ihre körperliche und geistige Entwicklung ist bedroht. Sie gehen seltener zur Schule und arbeiten öfter in ausbeuterischen und gefährlichen Arbeitsverhältnissen. Häufig kümmern sich die Pflegeeltern nicht darum, ob die Kinder zur Schule gehen; dies ist umso häufiger der Fall, je weiter entfernt der Verwandtschaftsgrad ist. Kinder in Haushalten, in denen ein Mitglied an AIDS erkrankt ist, sind besonders von Mangelernährung bedroht. Schon vor dem Tod ihrer Eltern leiden die Kinder an den Folgen von AIDS. Sie erleben das langsame Sterben ihrer nächsten Angehörigen, die wachsende Armut ihrer Familien und die Ausgrenzung ihrer Familien. Häufig brechen sie die Schule ab, weil sie ihre Eltern pflegen und auch noch arbeiten müssen. Das Ausmaß der Waisenkrise überfordert die traditionelle Solidargemeinschaft aus Verwandten und Dorfgemeinschaft. Die größte Last tragen Frauen, insbesondere die Großmütter. Häufig werden die Kinder zu immer weiter entfernteren Verwandten weitergegeben. Vielfach werden Geschwister getrennt.

Unser Partner: Women’s Muakaji

Die lokale Organisation Women’s Muakaji ist eine ONG, die an den Rand der Gesellschaft gedrängte Frauen begleitet (vor allem „Frauen mit mehreren Partnern“ und allein erziehende Mütter) und AIDS-Waisenkinder. Sie wurde 1994 gegründet, auf Initiative einer kleinen Gruppe von Frauen und einer Ärztin, Dr. Antoinette Kapinga, die längere Zeit auch in Luxemburg lebte. Frau Kapinga ist in Zwischenzeit Bürgermeisterin der Stadt Kananga geworden. Ihr Einsatz für marginalisierte Frauen machte sie über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt.

Folgende Bereiche machen die Arbeit von Women’s Muakaji aus: Unterstützen Sie durch Ihre Spende unser Kongo-Projekt...

  • AIDS-Aufklärung
  • AIDS-Testzentrum (Centre de dépistage)
  • Begleitung von infizierten Frauen
  • Nachhaltige Förderung der „mamans éducatrices“
  • Ausbildung der alleinerziehende Mütter
  • Betreuung von AIDS-WaisenkindernJugendclubs

Die 14 „mamans éducatrices“ spielen eine ausschlaggebende Rolle. Durch verschiedene Kurse wurden sie befähigt, ihr Wissen an andere Frauen weiterzugeben. „Peer education“ heißt das Leitmotiv von Women’s. Ihre Arbeit besteht in der Leitung der lokalen Kleingruppen, die sich wöchentlich zu „causeries éducatives“ versammeln. Darüber hinaus begleiten sie infizierte Frauen, allein stehende Mütter und Waisenkinder.

Unser Projekt zur Unterstützung von AIDS-Waisenkindern

Schulgeld und medizinische Versorgung

In vielen Waisenhaushalten können die Grundbedürfnisse der Kinder nicht mehr befriedigt werden. Am häufigsten fehlt es an Nahrung, medizinischer Hilfe und Kleidung. Aber die größte Schwierigkeit sind die Kosten für die Schulbildung.

Women’s Muakaji arbeitet mit Schulen und verschiedenen Gesundheitszentren zusammen in denen die Waisenkinder medizinisch behandelt werden. Ein Team bestehend aus einem Erzieher und einer Krankenschwester betreut die Kinder persönlich, unterstützt werden sie durch die „mamans éduca trices“.

Ziel 1 des Projektes: 100 Waisenkinder bekommen die Möglichkeit zur Schule zu gehen und medizinisch versorgt zu werden.

Nachhilfestunden

Die Unterbezahlung der Lehrkräfte ist einer der großen Schwachpunkte des kongolesischen Schulsystems. Die Lehrer und Lehrerinnen sind demotiviert und suchen sich andere Einkommensquellen. Die Pflegefamilien selbst sind mit der schulischen Begleitung der Kinder überfordert.

Ziel 2 des Projektes: 220 Waisenkindern bekommen Nachhilfeunterricht und werden somit persönlich gefördert. Diese Nachhilfestunden werden an 5 Orten von 5 Nachhilfelehrern durchgeführt.

Qualitative Betreung der Waisenkinder im Waisenhaus von Muakaji (Orphelinat Annette Schiltz-Hoss)

Bis heute tragen Verwandte und die so genannte „erweiterte Familie“ die Sorge für 90 Prozent aller AIDS-Waisen. Doch dieses traditionelle soziale Netz ist zusehends nicht mehr in der Lage, die Kinder ausreichend zu versorgen. Verschiedene Waisenkinder zwischen 6 und 15 Jahren werden deshalb in einem Haus der Partnerorganisation Women’s Muakaji aufgenommen.

Ziel 3 des Projektes: Die 20 Waisenkinder des Waisenhauses werden pädagogisch, medizinisch und psychosozial betreut.

Sylvie Grein