MENSCHEN IN NOT
Berlin (CIC) Die deutsche Sektion von amnesty international (ai) hat Teheran und die iranische Justiz vor «Schauprozessen» gegen angeklagte Oppositionelle gewarnt. «Wir werden darauf achten, dass es nicht dazu kommt. Es müssen faire Verfahren durchgeführt werden», sagte die neue ai-Generalsekretärin Monika Lüke der «Berliner Zeitung» (Wochenend-Ausgabe) unmittelbar vor dem Beginn der Gerichtsverfahren gegen Gegner des iranischen Regimes.
Von den
Machthabern im Iran fordert die Menschenrechtsorganisation vor allem,
Inhaftierte nicht zu foltern, politische Gefangene freizulassen und die
Pressefreiheit im Land wiederherzustellen. Darüber hinaus, so Lüke, müssten
diejenigen, die für den Tod von Menschen verantwortlich seien, zur Rechenschaft
gezogen werden. Zugleich mahnte die ai-Generalsekretärin ein stärkeres
Engagement der deutschen Regierung für die Achtung der Menschenrechte in Iran an:
«Wir wünschen uns, dass die Bundesregierung Menschenrechtsverletzungen auch in
Wirtschaftsverhandlungen und bei Atomgesprächen thematisiert.»




