IN LUXEMBURG

Burundi-Aktion in Zusammenarbeit mit der Maison Shalom, mit Bridderlech Deelen und CSI

 

 

 

Luxemburg – Am vergangenen 27. Januar gab die Landesfürstin offiziell den Startschuss zum neuen Projekt. Ziel des ambitiösen Projektes ist es, sich für die Freilassung von vielfach unschuldigen Minderjährigen in den Gefängnissen in Burundi einzusetzen und ihnen eine neue Perspektive für die Zukunft zu schenken. Hauptpartner vor Ort ist die „Maison Shalom“ mit Maggy Barankitse, die sich bereits seit Jahren für jugendliche Häftlinge im Gefängnis von Ruyigi einsetzt. Mit in das Projekt, das bereits bei der Prävention ansetzt, eingebunden sind die Luxemburger ONGs „Bridderlech Deelen“ und CSI. Beide sind bekanntlich seit Jahren in Burundi aktiv und arbeiten mit der Maison Shalom zusammen. Ihre Aufgabe ist es, das Projekt zu begleiten und zu betreuen.

Das Projekt von der Großherzogin Maria Teresa geht zurück auf ihre Visite im Juni 2009 in Burundi, als die Unicef-Botschafterin auf ihre eigene Initiative hin u.a. das Zentralgefängnis in Bujumbura besuchte und sich ein Bild der schockierenden Zustände vor Ort machen konnte. In der völlig überfüllten, dreckigen Haftanstalt Mpimba (ausgelegt für 800 Insassen, sind zurzeit hier 3.365 Menschen untergebracht) leben ohne räumliche Trennung Kleinkriminelle, Schwerverbrecher und zu Unrecht Inhaftierte in den Tag hinein, kleine Kinder, ja Säuglinge von inhaftierten Müttern laufen frei herum, Spannungen sind an der Tagesordnung. Viele Insassen sind krank, zum Teil mangelernährt, warten oft jahrelang auf einen Prozess oder auch nur auf einen Anwalt. In anderen Gefängnissen können die Häftlinge (von denen nur ein Drittel verurteilt ist) nur in Schichten schlafen, weil der Platz – unter freiem Himmel – einfach nicht ausreicht. Von dem Elend angesprochen, versprach der hohe Gast aus Luxemburg damals zu helfen und löst nun, nach einer Vorbereitungsphase dieses Versprechen ein.

451 Minderjährige sowie die inhaftierten, im Gefängnis geborenen 84 Kleinkinder und deren Mütter stehen zunächst im Fokus der Bemühungen der Großherzogin. So viele wie möglich von ihnen gilt es, aus dieser unmenschlichen Lage zu befreien, sie in neuen, angepassten Strukturen aufzunehmen, zu resozialisieren und auszubilden. Dieses vielschichtige mehrjährige Projekt möchten wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, als Mitträger dieses Projektes besonders ans Herz legen!

Für weitere Informationen zu diesem Projekt: www.fondation-grand-ducale.lu

Bettemburg – Das afrikanische Sprichwort „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern“ hat sich im Pfarrverband Bettemburg als richtig erwiesen. Nur durch den Einsatz vieler konnte die stolze Summe von 8.515 Euro zusammenkommen: Während eines Gottesdienstes in Bettemburg wurde der Scheck von den einzelnen Gruppen überreicht. CSI arbeitet schon seit Jahren zusammen mit der Diözese El Obeid, dessen oberste Priorität die Bildung ist. Der Bedarf an Schulen, an ausgebildeten lokalen Lehrern und an Material ist enorm. Deshalb sollen zwei weitere Grundschulen in den Nuba-Bergen gebaut werden, in Alubi und in Kauda, jeweils mit 9 Klassensälen. Unser aufrichtiger Dank gilt dem Pfarrverband Bettemburg. Wenn auch Sie den Schulbau im Sudan unterstützen möchten, können Sie dies tun durch eine zweckgebundene Spende mit dem Stichwort: „Soudan/écoles“. Villmools Merci!

Luxemburg – Sportliche Leistungen und der Einsatz für die Bildung standen Mitte Mai im Mittelpunkt des Wettlaufs „1 Ziel: Bildung für alle“. Veranstalter war IDAY, ein internationaler Zusammenschluss von Nicht-Regierungsorganisationen, die sich alle für den Zugang zur Bildung im südlichen Afrika einsetzen. Die verschiedenen Organisationen vereinen ihre Kräfte, um das zweite Millenniumsentwicklungsziel zu erreichen, d.h. ein kompletter Grundschulzyklus für alle, und besonders in Afrika. Zum Konsortium IDAY-Luxemburg gehören zehn luxemburgische Organisationen, die jedes Jahr verschiedene Aktivitäten starten, um so auf das Recht auf Bildung aufmerksam zu machen: seit 2009 ist auch CSI IDAY-Mitglied.

Dieses Jahr hatte IDAY-Luxemburg eine Partnerschaft mit der LASEP aufgenommen. Am Donnerstag, dem 20. Mai, nahmen einige hundert Kinder unter dem Motto „1 Ziel: Bildung für alle“ am traditionellen Wettlauf der LASEP um den Echternacher See teil. Sogar die Sonne war dabei, so dass die Kinder – und das IDAY-Team – bei herrlichem Wetter eine Menge Spaß hatten. Eine Gruppe afrikanischer Musiker gab den Rhythmus vor und feuerte die sportlichen Kids an. Die kleinen Läufer konnten vor und nach dem Rennen mehr über den mangelnden Zugang zum Schulwesen in Afrika erfahren. Insgesamt 232 Kinder setzten in unserem Riesenheft mit ihrem Namen ein Zeichen, dass auch sie wollen, dass jedes Kind zur Schule gehen kann. Mehr Informationen und Fotos gibt es unter www. iday.lu

Luxemburg – Ende April fand auf Einladung des burkinischen Botschafters mit Sitz in Brüssel eine Begegnung der luxemburgischen Nichtregierungsorganisationen im Konsulat in Steinfort statt. Vertreter von zwölf Hilfswerken waren anwesend und hatten so die Gelegenheit, den Botschafter über ihre Aktivitäten und Entwicklungsprogramme in dem afrikanischen Staat zu informieren und ihm zugleich ihre Anliegen mitzuteilen. Dieses Treffen wurde von allen Teilnehmern begrüßt, da es über den Informationsaustausch hinaus die Offenheit der burkinischen Bevölkerung bestätigte. Eine Zusammenarbeit zwischen ONGs und der Botschaft ist von beiden Seiten erwünscht, um die lokale Bevölkerung künftig noch besser unterstützen zu können. Beschlossen wurde deshalb, in Zukunft solche Treffen regelmäßig zu organisieren. CSI, das zusammen mit dem lokalen Partner Promo-Femmes vor Ort im Bildungsbereich aktiv ist, war bei dem Treffen vertreten durch Fadi Fikani, Sylvie Grein und Bob Kirsch.

Luxemburg – Einmal mehr konnte sich CSI auf die Unterstützung durch die Vereinsentente Cessingen verlassen. Neben der Fnel und Objectif Tiers Monde Haiti erhielt CSI einen Teilerlös des diesjährigen, sehr erfolgreichen Second-Hand-Büchermarktes in Cessingen. 4.000 Euro werden auf diese Weise in den Fonds fließen, mit dem 15 vietnamesische Studenten von 2010 bis 2012 unterstützt werden. Ausgewählt werden die Studenten vom lokalen Partner, den Dominikanerschwestern, anhand von zwei Kriterien, dem Bildungs- und dem Sozialkriterium: gefördert werden talentierte Studenten aus sehr armen Verhältnissen oder von ethnischen Minoritäten, die am Rand der Gesellschaft leben und die sich Studien finanziell nie allein leisten könnten. Und das Projekt, das vor zwei Jahren gestartet wurde, läuft gut, wie Vizepräsident Patrick de Rond und Präsident Roger Nilles bei der Schecküberreichung der Vereinsentente berichten konnten. Bisher haben alle Studenten, die ganz unterschiedliche Fächer in der Universitätsstadt Dalat belegen (von Englisch bis Informatik), ihren Jahresabschluss geschafft. Anhand einiger persönlicher Zeugnisse und von Bildern wurde deutlich, was eine Jahresbörse von 500 Euro für einen Studenten im Vietnam bedeutet. Unser aufrichtiger Dank gilt der Vereinsentente Cessingen. Wenn auch Sie das Programm unterstützen möchten, können Sie dies tun durch eine zweckgebundene Spende mit dem Stichwort: “Stipendienfonds Vietnam”. Villmools Merci!

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