Lateinamerika

Afrika

Asien

Zugang zur Grundschule für Kinder mit einer Behinderung

Behinderte Menschen haben in Bangladesch einen schweren Stand. Sie werden in vielen Lebensbereichen benachteiligt. Die Diskriminierung fängt meist schon gleich nach der Geburt an: Die Eltern schämen sich für ihr behindertes Kind und verstecken es, damit ja niemand von der Behinderung erfährt. Staatliche Einrichtungen zur Betreuung behinderter Menschen sucht man vergebens, sodass die Eltern in ihrer verzweifelten Lage so ziemlich alleine da stehen. Um die Akzeptanz von behinderten Menschen in Bangladesch zu fördern, hat CSI Lëtzebuerg deshalb ein Projekt ins Leben gerufen, dass der Diskriminierung von behinderten Menschen ein Ende setzen soll!

Das Projekt in Kürze

Im Rahmen dieses Projekts erhalten 214 Kinder mit einer Behinderung Zugang zu einer Grundschule. Dort werden sie von speziell ausgebildeten Förderlehrern begleitet und gemäß ihren Fähigkeiten gefördert. Zusätzlich zur Einschreibegebühr werden auch die Kosten für das Schulmaterial über das Projekt getragen.

Auch die körperlichen Fähigkeiten der Kinder werden gefördert. So werden sie von Physiotherapeuten betreut und erhalten, falls nötig, medizinisches Material (Rollstuhl, Hörgerät, usw.), das ihnen den Alltag erleichtern.

Da die Kinder in Regelschulen eingeschult werden, ist die Schulinfrastruktur meist nicht auf behinderte Kinder ausgerichtet. Deshalb werden die Räumlichkeiten durch den Bau von Rampen und behindertengerechten WCs und Klassenräumen an die Bedürfnisse der Projektteilnehmer angepasst.

Im Zuge dieses Projekts werden 60 Lehrer aus 20 Schulen für den korrekten Umgang und für die richtige Förderung von Kindern mit einer Behinderung geschult.

Um die Situation der behinderten Kinder nachhaltig zu verbessern, muss auch ihr Umfeld in das Projekt mit einbezogen werden. Deshalb werden ihre Familien sowie die breite Öffentlichkeit für die Rechte und die richtige Betreuung von behinderten Menschen sensibilisiert. 

Gesamtkosten des Projekts (2017-2020): 207 980 Euro

80 % dieses Betrags werden vom luxemburgischen Außenministerium getragen. Den Rest (41 596 Euro) übernimmt CSI zusammen mit der lokalen Partnerorganisation.

Drucken E-Mail

Förderung von jungen Mädchen durch Bildung und Sensibilisierung der Gesellschaft

Gleichberechtigung für Frauen - das ist in Bangladesch ein schwieriger Prozess. Mädchen müssen in vielen Bereichen zurückstecken, auch bei der Bildung. Sie absolvieren weniger Schuljahre als Jungen, wodurch der Bildungsstand von Frauen deutlich niedriger ist als der ohnehin schon geringe Bildungsstand der Männer. Auch die Tatsache, dass viele Schulen keine Toiletten für Schülerinnen haben, hält einige Mädchen davon ab, zur Schule zu gehen. Die prekäre Lebenssituation setzt sich auch im Erwachsenenalter fort: 60 % der verheirateten Frauen haben schon einmal Gewalt durch ihren Ehemann oder die angeheiratete Familie erfahren. Auch Vergewaltigungen, mitgiftbedingte Konflikte sowie Zwangs– und Frühehen sind keine Seltenheit.

Das Projekt in Kürze:

Insgesamt 150 minderjährige Mädchen aus ausgegrenzten ethnischen Minderheiten erhalten über die Finanzierung von Stipendien Zugang zu einem Gymnasium. Ziel ist es, den Mädchen, die aufgrund ihres Geschlechts und ihrer Ethnie häufig vom sozialen Leben ausgeschlossen sind, eine qualitative Ausbildung zu bieten, dank der sie einen Beruf erlernen können. Alle Schülerinnen nehmen zudem vier Mal monatlich an Workshops zum Thema Menschenrechte teil. Dort werden sie über ihre eigenen Rechte aufgeklärt und erfahren, wie sie diese Rechte im Alltag geltend machen können. Dadurch wird nicht nur das Selbstbewusstsein der Mädchen gefördert, sondern sie lernen auch, ihre Situation nicht als unveränderbar anzunehmen und auf die Einhaltung ihrer Rechte zu bestehen.

Um das gesellschaftliche Ansehen von Frauen und Mädchen langfristig zu verbessern, ist es jedoch wichtig, auch die breite Öffentlichkeit zu erreichen. Deshalb werden Sensibilisierungsworkshops angeboten, um möglichst viele Menschen, darunter auch Lehrer und Eltern, auf die Rechte von Mädchen aufmerksam zu machen.

Gesamtkosten des Projekts (2017-2020): 99 983 Euro

80 % dieses Betrags werden vom luxemburgischen Außenministerium getragen. Den Rest (19 996,68 Euro) übernimmt CSI zusammen mit der lokalen Partnerorganisation.

 

Drucken E-Mail

Zugang zu Bildung für benachteiligte Kinder und Jugendliche

Die meisten Einwohner Bangladeschs leben am Existenzminimum und haben nicht mehr als ein bescheidenes Dach über dem Kopf. Deshalb müssen schon die Kleinsten körperlich anstrengende und zum Teil gefährliche Arbeiten erledigen. Bildung ist also echter Luxus, dabei wäre es so wichtig, dass alle Kinder eine Schule besuchen, um den Teufelskreis aus Armut und Analphabetismus langfristig zu durchbrechen. Bildung trägt nicht nur dazu bei, die Überbevölkerung in den Griff zu bekommen, die Gesundheitsversorgung zu verbessern und das Abfallproblem zu lösen, sondern sie trägt auch dazu bei, dass die Menschen einen Beruf erlernen, mit der sie ihre Familie ernähren können.

Das Projekt in Kürze:

Anstoß zu diesem Projekt gab die Bitte mehrerer Jugendlicher nach einem Stipendium. Unsere Partnerorganisation konnte diese Bitte kaum ausschlagen, da sie weiß, dass Bildung häufig der einzige Weg ist, sich aus der Armut zu befreien. So erhalten insgesamt 40 Studenten ein Spidendium, um ihr Studium fortsetzen zu können. Um anderen benachteiligten Menschen im Gegenzug für diese Unterstützung etwas zurückzugeben, wurden die Studenten aufgefordert, mehrere Stunden pro Tag an den Grundschulen der Partnerorganisation zu unterrichten. Diese Schulen werden zurzeit von 1600 Kindern aus sozial schwachen Familien besucht. Das Schulmaterial für diese Kinder wird über das Projekt finanziert.

Alle Studenten nehmen an Weiterbildungen teil, um sie auf ihre Aufgaben als Lehrer vorzubereiten und die Qualität der Bildung zu gewährleisten.

Zusätzlich zu den 1600 Kindern, die die Grundschule besuchen, nehmen jedes Jahr 160 Straßenkinder am Vorschulunterricht teil. Ziel ist es erstens, sie von der Straße zu holen und ihnen ein sicheres Umfeld zu bieten und zweitens, sie auf den Besuch einer Schule vorzubereiten. Nach Abschluss der Vorschule werden die Eltern dazu angehalten, ihr Kind in eine Grundschule einzuschreiben. Die Kosten werden über das Projekt getragen.

Gesamtkosten des Projekts (2017-2020): 250 780 Euro

80 % dieses Betrags werden vom luxemburgischen Außenministerium getragen. Den Rest (50 156 Euro) übernimmt CSI zusammen mit der Partnerorganisation.

Drucken E-Mail

Downloadhttp://bigtheme.net/joomla Joomla Templates