Ehemann und Kinder statt Schule

Jeden Tag werden 41.000 Mädchen vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. Auch wenn frühe Verheiratungen Mädchen und Jungen betreffen, sind die Folgen für erstere dramatischer.

Nafissa * (der Vorname wurde geändert) aus Niger berichtet:

„Ich musste die Schule beenden als ich verheiratet wurde“, erzählt die Jugendliche. „Die Heirat fand während den Schulferien statt. Ich wurde schwanger und bin nie mehr in die Klasse zurückgekehrt.“

Eine frühzeitige Heirat bringt schwere Folgen für Mädchen mit sich, aber auch für ihre Kinder, ihre Familie und sogar für ihr Land. Laut einem neuen Bericht des internationalen Forschungszentrums über die Frauen (ICRW) werden frühe Verheiratungen den Entwicklungsländern bis 2030 viele Milliarden Dollar kosten.

Der Druck der Verwandten, die Armut und das Fehlen von anderen Lebensmodellen sind die Hauptgründe für Verheiratungen. Der begrenzte Zugang zu einer guten Bildung und die Bevorzugung von Jungen gegenüber Mädchen tragen dazu bei, diese Praktik weiterzuführen.

Die Folgen einer frühzeitigen Heirat können verheerend sein für die jungen Mädchen, denen die Chance auf Bildung und auf ein würdiges Leben geraubt wird. Damit zusammen hängt auch das Risiko von Komplikationen, die in Zusammenhang mit der Schwangerschaft und der Entbindung entstehen können.

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