Schuften statt pauken

Travail des enfantsKinderarbeit ist eines der wichtigsten Bildungshindernisse. Jedes zehnte Kind auf der Welt muss arbeiten, sei es als Hausbedienstete(r), Mienenarbeiter, Kindersoldat, Müllsortierer, Prostituierte. Von den weltweit 152 Millionen Kinderarbeitern zwischen 5 und 14 Jahren sind 85 Millionen der schlimmsten Formen von Arbeit ausgesetzt (IAO, 2013).

In Subsahara-Afrika ist die Lage am dramatischsten. Dort sind 21 % der Kinder Opfer von Kinderarbeit. Aber auch in anderen Entwicklungsländern gibt es Kinderarbeit.

Das internationale Abkommen über Kinderrechte verpflichtet die Staaten jedoch, die Kinder gegen jegliche Form von Arbeit zu schützen. Und auch wenn die Kinderarbeit weltweit seit 2000 um 31,6 % zurückgegangen ist (IAO, 2013) bleibt sie eines der größten Bildungshindernisse.

Die Gründe für Kinderarbeit sind vielfältig:

  • Die Armut, aufgrund derer die Eltern gezwungen sind, ihre Kinder arbeiten zu lassen.
  • Das Fehlen einer Geburtsurkunde und die damit verbundene Unfähigkeit, das Kind auszuweisen und sein Alter zu bestimmen.
  • Ein lückenhaftes Schulsystem: Schulgebühren, Gewalt in der Schule oder auf dem Schulweg, die geografische Entfernung zur Schule, …
  • Das schwache Bildungsniveau der Eltern, die sich der negativen Auswirkungen von Kinderarbeit und der positiven Auswirkungen von Bildung nicht bewusst sind.
  • Die Interessen der Arbeitgeber: Kinder sind billige Arbeitskräfte.
  • Naturkatastrophe und politische Konflikte, die die Verletzlichkeit von Kinder verstärken.

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